Unter Parodontitis versteht man eine Entzündung des Zahnhalteapparates, des Parodonts. Diese wird meist durch Bakterien verursacht – die Entzündungsreaktion ist die Antwort des Körpers darauf sich zu schützen. Manchmal kommt es aber auch aufgrund einer Überreaktion des Körpers – z.B. bei Allergien oder Unverträglichkeiten aber auch bei einer gestörten Immunabwehr – zu einer Parodontitis.
Es können auf der einen Seite allgemeine Erkrankungen eine Parodontitis bedingen und negativ beeinflussen, auf der anderen Seite kann eine Parodontitis sich sehr negativ auf den Allgemeinzustand auswirken. So konnte ein direkter Zusammenhang zwischen erhöhtem Herzinfarktrisiko, Entzündungen im Körper und sogar Schwangerschaftskomplikationen nachgewiesen werden.
Wichtig ist auch hier die Parodontitis möglichst frühzeitig zu erkennen und zu therapieren. Auf jeden Fall müssen zuerst sämtliche Ablagerungen und Konkremente von der Zahnoberfläche entfernt werden da diese Millionen von Bakterien enthalten und zu einer vermehrten Immunreaktion führen. Dies erfolgt im Rahmen einer gründlichen Zahnreinigung und – bei fortgeschritteneren Fällen, einer gezielten Parodontitistherapie.
Dabei können auch die Bakterien untersucht werden und auf Untergruppen, Aggresivität und Prognose der Parodontitis hin bestimmt werden und dabei auch das individuelle Parodontitisrisiko sowie die Immunkonstitution untersucht werden.
Eine weiterreichende Therapie mittels Laser oder spezieller Medikamententräger sowie ggf. auch eine – speziell auf die vorhandenen Bakterien abgestimmte – Antibiotikatherapie kann sinnvoll sein.


